Entsorgung – mehr als nur Müll abholen

Die Firma Schönmackers steht mit ihrem grün-gelben Service für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich an 20 Standorten in Nordrhein-Westfalen darum, dass Abfälle- und Wertstoffe sicher entsorgt beziehungsweise recycelt werden – vom privaten Hausmüll bis hin zu industriellen und gewerblichen Reststoffen.

Wussten Sie?

Jeder Deutsche produziert jährlich 460 Kilo Abfall
 

Insgesamt wurden fast 40 Millionen Tonnen Abfälle allein aus kommunalen Haushaltungen eingesammelt. Dazu zählen auch Verpackungen, Papier und Glas sowie Sperrmüll. In der Biomülltonne mit dem braunen Deckel werden wertvolle Rohstoffe für die Herstellung von Bioenergie, also Biogas und Düngemittel gesammelt. Das erspart den Einsatz von Kunstdünger und außerdem vermeidet die getrennte Sammlung des Bioabfalls die Entstehung klimaschädlichen Methans auf Mülldeponien. Leider sind in den Biotonnen oder auch den Papier- und Hausmülltonnen immer wieder generelle Fehlbefüllungen zu beobachten, was zu erheblichen Problemen führt. Wie Sie richtig trennen und entsorgen, das lesen Sie hier.

Kreislaufwirtschaft – Was ist das?

Es geht darum, Waren nicht nur herzustellen, zu nutzen und zu beseitigen, sondern die eingesetzten Rohstoffe wieder in den Produktionsprozess zurückzuführen. So entsteht ein geschlossener Kreislauf. Ziel ist es, den Wert von Gütern, Stoffen und Ressourcen so lange wie möglich zu erhalten, zugleich den Einsatz neuer Rohstoffe zu minimieren und Abfall weitestmöglich zu vermeiden. Dazu gibt es verschiedene Ansatzpunkte: Einerseits können Abfallprodukte durch Recycling als sogenannte Sekundärrohstoffe wiederverwertet werden. Andererseits lassen sich aus Reststoffen, die im Rahmen der Fertigung anfallen, ebenfalls neue Produkte erstellen. Ein Beispiel ist unsere Verwertung von Fetten, Ölen und Speiseresten. Hier lesen Sie mehr dazu.

Was heißt nachhaltige Entsorgung?

Die Abfallentsorgung in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Ziel ist es heute, natürliche Ressourcen zu schonen und Abfälle umweltverträglich zu verwerten. Dabei stehen Umwelt- und Klimaschutz sowie Ressourceneffizienz immer im Fokus. Unsere moderne IT und innovative Ideen für die Praxis helfen, diese Ziele zu verwirklichen. Grundlage der Abfallentsorgung bildet das Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG). Es definiert unter anderem eine fünfstufige Abfallhierarchie: Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Recycling, die z.B. energetische Verwertung sowie die Abfallbeseitigung. Vorrang hat immer die jeweils beste Option aus Sicht des Umweltschutzes. Heißt konkret: Abfallvermeidung steht an erster Stelle und Abfallbeseitigung bzw. -deponierung an letzter. Dadurch leistet die Abfallwirtschaft einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise in Deutschland.

Wussten Sie?

Die Recyclingraten für Siedlungsabfälle betragen 67 Prozent, bei Abfällen aus Produktion und Gewebe sind es rund 70 Prozent und bei Bau- und Abbruchabfällen sogar fast 90 Prozent.
Fünfstufige Abfallhierarchie

Details zur fünfstufigen Abfallhierarchie

  1. Abfallvermeidung An der Spitze der Abfallhierarchie steht die Vermeidung von Abfall. Hiermit sind Maßnahmen gemeint, die im Vorfeld ergriffen werden müssen, bevor ein Stoff, ein Material oder ein Erzeugnis zu Abfall geworden ist. Diese Vorgabe richtet sich in erster Linie an die Hersteller von Waren aller Art. Diese sollten sich bemühen, möglichst nur wiederverwertbare Stoffe zu verwenden und diese dann auch tatsächlich wiederverwerten. Der Rest, der dann übrig bleibt, muss auf ökologisch schonende Art und Weise beseitigt werden.
  2. Vorbereitung zur Wiederverwendung Unter Wiederverwendung versteht man jedes Verfahren, bei dem Erzeugnisse oder Bestandteile, die keine Abfälle sind, wieder für denselben Zweck verwendet werden, für den sie ursprünglich geplant waren. Für Endverbraucher bedeutet das z.B. bereits getragene Kleidung innerhalb der Familie, im Freundeskreis oder zum Second-Hand-Laden weitergeben, Geräte, Möbel und Fahrzeuge wieder reparieren oder instandsetzen.
  3. Recycling Unter Recycling sind alle Verfahren zu verstehen, durch das Abfallmaterialien zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden. Ein passendes Beispiel hierfür ist die Papierindustrie, die aus alten Zeitungen und Zeitschriften, die in der Altpapiertonne gesammelt wurden, wieder neue Zeitungen und Zeitschriften herstellt.
  4. Verwertung Werden Abfälle innerhalb der Anlage oder in der weiteren Wirtschaft einem sinnvollen Zweck zugeführt, indem sie andere Materialien ersetzen, die ansonsten zur Erfüllung einer bestimmten Funktion verwendet worden wären, oder die Abfälle so vorbereitet werden, dass sie diese Funktion erfüllen, so spricht man von Verwertung. Ein Beispiel hierfür ist die Hauptverwendung von Abfällen als Brennstoff oder als anderes Mittel der Energieerzeugung.
  5. Beseitigung An letzter Stelle in der Abfallhierarchie befindet sich die Beseitigung von Abfällen. Das sind alle Verfahren, die nicht zur Verwertung führen, auch wenn das Verfahren zur Nebenfolge hat, dass Stoffe oder Energie zurück gewonnen werden. Beseitigungsverfahren sind z.B. Ablagerungen von Abfällen auf Deponien oder auch der biologische Abbau von flüssigen oder schlammigen Abfällen im Boden.

Wer sorgt für Entsorgung?

Entsorgungsträger sind in NRW die Kommunen, d.h. die Kreise, kreisfreien Städte und kreisangehörigen Gemeinden. Die jeweiligen Gemeinden bzw. Städte eines Kreisgebietes sind für die Einsammlung der Abfälle in ihrem Hoheitsgebiet verantwortlich, der Kreis wiederum organisiert die weitere Entsorgung der Abfälle, also die Sortierung, Behandlung, Verwertung und Beseitigung. Die kreisfreien Städte hingegen sind sowohl für die Einsammlung als auch für die weitere Entsorgung der in ihrem Gebiet anfallenden Abfälle zuständig. Die Beauftragung von Entsorgungsleistungen erfolgt i.d.R. nach strengen, transparenten Regeln im Rahmen eines vorgeschalteten EU-weiten Ausschreibungsverfahrens.

Die durchzuführenden Dienstleistungen umfassen i.d.R. die getrennte Einsammlung von Restabfall, Biomüll, Altpapier, Grünabfall, Sperrmüll, Altholz und Elektronikaltgeräte (Groß- und Kleingeräte). Die Einsammlung von Restabfall, Biomüll und Altpapier erfolgt über Müllgroßbehälter (MGB) in unterschiedlichen Größen (60 l bis 1.100 l) und mit unterschiedlichen Leerungsintervallen (wöchentlich, 14-tägig, 4-wöchentlich). Die für die Abfalleinsammlung notwendigen Müllgefäße werden entweder durch das Abfuhrunternehmen im Rahmen einer Mietüberlassung gestellt oder befinden sich im Eigentum der Kommune bzw. der Bürger.

Die Abfuhr von Grünabfall, Sperrmüll, Altholz und E-Schrott erfolgt nach vorheriger Anmeldung durch den Bürger. In den Städten und Kommunen, die durch Schönmackers betreut werden, können Bürger und Bürgerinnen dies ganz einfach online anmelden.

Die regelmäßigen Leerungen, also die „festen Termine“ sind im Abfallkalender einsehbar.

Im Anschluss an die Sammlung werden die verschiedenen Abfallfraktionen an vom Kreis bzw. bei kreisfreien Städten an von der Stadt vorgegebene Anlieferstellen transportiert. Bei diesen Anlieferstellen handelt es sich entweder um Umschlaganlagen oder unmittelbar um die Entsorgungsanlage. Eine Übersicht über die Standorte der Schönmackers Anlieferstationen und Wertstoffhöfe finden Sie hier. Dort beginnt nun der letzte Schritt im Rahmen der Abfallwirtschaft, die letztendliche Verwertung bzw. Entsorgung der verschiedenen Abfallfraktionen. Mit unseren Sortier-, Aufbereitungs- und Recyclingverfahren sowie den umfassenden Beratungsservices sorgen wir heute dafür, dass möglichst viele Abfälle wieder zu Wertstoffen werden. Das verstehen wir unter nachhaltiger Entsorgung.

Spannende Berufe in der Kreislaufwirtschaft?

Qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei uns immer willkommen. Sie helfen uns, unseren grün-gelben Service für Nachhaltigkeit noch besser zu machen. Einen klassischen Beruf in der Entsorgungsbranche gibt es nicht. Der Fahrer eines Entsorgungsfahrzeuges, die Kraftfahrzeug-Mechatronikerin, der Buchhalter, der Leiter einer Deponie und die Ingenieurin, die neue Verwertungsanlagen entwickelt – diese und viele andere spannende Tätigkeiten gehören dazu.

Wer den Weg in die Abfallwirtschaft gehen möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel durch ein Studium der Abfallwirtschaft, der Verfahrens-, Versorgungs- oder Umwelttechnik oder der Betriebswirtschaftslehre.

Doch es muss nicht immer ein Studium sein. Auch mit einer Berufsausbildung gelingt der Einstieg in die Branche. Dabei gibt es vier typische Ausbildungen. Das sind die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, die Fachkraft für Wasserwirtschaft, die Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice und die Fachkraft für Abwassertechnik.

Entdecken Sie hier Ihre Karrieremöglichkeiten bei einem der Technologie- und Systemführer der Kreislaufwirtschaft in Nordrhein-Westfalen.

Wussten Sie?

Deutschland sammelt immer mehr Bioabfälle! 2018 waren das etwa 125 Kilogramm pro Einwohner. Mehr zum Thema nachhaltige Entsorgung lesen Sie hier
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