Unser Umgang mit
ökologischer und sozialer Verantwortung

Unter „Corporate Social Responsibility“, kurz CSR, wird die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen verstanden. Schönmackers orientiert sich dabei auch am globalen Rahmen der Vereinten Nationen: Mit der Agenda 2030 hat die Weltgemeinschaft im Jahr 2015 insgesamt 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet – die Sustainable Development Goals (SDGs).

Die 17 SDGs mit ihren 169 Unterzielen berücksichtigen ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte. Sie behandeln unter anderem Wirtschaft, Chancengleichheit und den Umgang mit natürlichen Ressourcen. Für Schönmackers liegt ein Schwerpunkt darauf, geeignete Güter, Stoffe und Ressourcen möglichst lange zu nutzen und Wertstoffe entsprechenden Verwertungswegen zuzuführen.

Dabei orientieren wir uns am Drei-Säulen-Modell, das ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte berücksichtigt.

Unsere Treibhausgasbilanz 2024 | CO2-Fußabdruck

Für das Jahr 2024 haben wir die Treibhausgasemissionen der Schönmackers Umweltdienste GmbH & Co. KG nach dem Greenhouse Gas Protocol bilanziert. Die erfassten Emissionen betragen insgesamt 59.529 Tonnen CO₂-Äquivalente.

Davon entfallen:

Die größte einzelne Emissionsquelle ist unser Fuhrpark. Er verursacht rund 40 Prozent der bilanzierten Gesamtemissionen. Die Bilanz hilft uns dabei, relevante Emissionsquellen zu erkennen und mögliche Reduktionsmaßnahmen gezielt zu prüfen.

CO2-Bilanz 2024

Kreislaufwirtschaft

Müll war gestern. Heute verstehen wir Abfall als Wertstoff, aus dem nach der Verwendung etwas Neues entstehen kann. Stoffe unterschiedlicher Art, die so genannten Abfallfraktionen sind Teil eines biologischen oder technischen Wertstoff-Kreislaufs und gehen nicht verloren. Gebrauchte Wertstoffe werden zu neuen und möglichst gleichwertigen Produkten recycelt. Metalle wie Aluminium werden zu neuen Metallprodukten, Altglas wird zu neuem Behälterglas, Altpapier zum Ausgangsstoff für neues Papier und die Kunststoffe aus Gelbem Sack und Gelber Tonne werden zu neuen Kunststoffprodukten. Innovative Techniken ermöglichen es auch, Speisereste fein zu zermahlen und die entstehende Masse unter anderem in der Biogasvergärung zur Herstellung von Strom zu nutzen.

Wussten Sie das?

In Deutschland fallen jährlich durchschnittlich rund 460 Kilogramm Haushaltsabfälle je Einwohner an, darunter etwa 125 Kilogramm Bioabfälle. Rund 67 Prozent der Siedlungsabfälle, 70 Prozent der Abfälle aus Produktion und Gewerbe sowie fast 90 Prozent der Bau- und Abbruchabfälle werden recycelt.

Stand 2022, Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Abfallbilanz 2022

Insgesamt wurden fast 40 Millionen Tonnen Abfälle allein aus kommunalen Haushaltungen eingesammelt. Dazu zählen auch Verpackungen, Papier, Glas und Sperrmüll. Getrennt gesammelte Bioabfälle können zur Herstellung von Biogas sowie Kompost oder Gärprodukten genutzt werden. Diese Produkte können fossile Energieträger beziehungsweise mineralische Düngemittel teilweise ersetzen. Fehlbefüllungen in Bio-, Papier- und Restabfallbehältern können die anschließende Behandlung und Verwertung erschweren. Wie Sie richtig trennen und entsorgen, das lesen Sie hier.

Bei der Kreislaufwirtschaft geht es darum, Waren nicht nur herzustellen, zu nutzen und anschließend zu beseitigen, sondern geeignete Rohstoffe wieder in den Produktionsprozess zurückzuführen. Ziel ist es, den Wert von Gütern, Stoffen und Ressourcen möglichst lange zu erhalten, den Einsatz neuer Rohstoffe zu reduzieren und Abfälle möglichst zu vermeiden. Dazu können Abfälle durch Recycling als Sekundärrohstoffe genutzt werden. Auch aus geeigneten Reststoffen, die bei der Herstellung entstehen, können neue Produkte oder Rohstoffe gewonnen werden. Ein Beispiel ist unsere Behandlung und Verwertung von Fetten, Ölen und Speiseresten.

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz ordnet den Umgang mit Abfällen in einer fünfstufigen Abfallhierarchie. Sie legt folgende Rangfolge fest: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung und Beseitigung.

Konkret heißt das: Die Vermeidung von Abfällen steht an erster und ihre Beseitigung an letzter Stelle. So sollen Ressourcen möglichst lange genutzt und Abfälle entsprechend ihrer Eigenschaften behandelt werden.

Innovationsbeispiele

IT und Digitalisierung

Schönmackers bietet seinen Kunden:innen für die Abwicklung, Dokumentation und Organisation von Abfällen digitale Services über verschiedene Portale an. Mit unserem KUNDENportal helfen wir Firmen bei der abfallrechtlichen Organisation von Daten, Belegen und Nachweisen. Das Schönmackers eANVportal unterstützt bei der gesetzeskonformen Entsorgungsabwicklung und Verwaltung von Abfällen aller Art.

Schönmackers setzt in Zukunft auf SAP. Der Prozess hat 2019 begonnen und wird uns die nächsten Jahre begleiten. Ein internes Projektteam betreut die Umstellung und optimiert dabei bestehende Prozesse aller Abteilungen und Betriebe. Zudem arbeitet die Personalabteilung mit einem neuen SAP-Tool, welches Bewerber:innen und Mitarbeiter:innen leichtere Prozesse ermöglicht.

Besonders userfreundlich ist unser neues Reklamationsformular. Sollte es einmal zu einer Reklamation kommen, steht Bürger:innen, in den von uns betreuten Kommunen, ein selbsterklärendes Formular zur Verfügung. Der Vorteil dieses Formular ist, dass weniger Rückfragen erfolgen. „Wir betreuen über eine Million Bürger:innen und fast 100 Kommunen. Unser neues Formular erfragt die relevanten Punkte einer Reklamation, so dass eine Beschwerde zielgerichtet zugeordnet werden kann“, so Gloria Schönmackers. Natürlich ist das erst der Anfang, auch hier soll das Beschwerdemanagement künftig weiter digitalisiert werden.

Erwähnenswert ist unsere kostenlose MüllALARM App. Diese  erinnert Bürger:innen an alle Abfuhrtermine und gibt wertvolle Entsorgungstipps.

Technik. Chemisch-physikalische Behandlungsanlage

Bei industriellen Herstellungsprozessen können belastete flüssige Abfälle anfallen. Für geeignete Abfälle ermöglicht die chemisch-physikalische Behandlung, enthaltene Schadstoffe abzutrennen und die Abfallmenge zu reduzieren.

Flüssige und pumpfähige Abfälle können beispielsweise Schwermetalle, Ölverunreinigungen, Cyanide oder Chrom(VI)-Verbindungen enthalten. Vor einer möglichen weiteren Behandlung müssen diese Stoffe so weit entfernt werden, dass die dafür geltenden Anforderungen eingehalten werden. Je nach Zusammensetzung kann die Abfallmenge durch die chemisch-physikalische Behandlung um bis zu 90 Prozent reduziert werden.

Nicht alle flüssigen Abfälle eignen sich für dieses Verfahren. Diese Abfälle werden zunächst in Lagertanks zwischengelagert und anschließend geeigneten Entsorgungsanlagen zugeführt.

In einer Pilotanlage am Standort Mönchengladbach untersuchen wir, ob sich das Volumen bestimmter flüssiger Abfälle durch Verdampfung weiter reduzieren lässt. Ziel ist es, weniger Material zu weiter entfernten Behandlungs- oder Entsorgungsanlagen transportieren zu müssen und einen größeren Anteil des enthaltenen Wassers für eine anschließende biologische Behandlung aufzubereiten.

Für die geplante Verdampfungsanlage wurde eine Leistung von 700 Litern pro Stunde zugrunde gelegt. Damit könnten rechnerisch jährlich bis zu 4.500 Kubikmeter geeignete flüssige Abfälle regional behandelt werden. Bei einer angenommenen Volumenreduktion von 70 Prozent müssten rund 3.150 Kubikmeter weniger zu weiterführenden Anlagen transportiert werden.

Auf Basis der zum Zeitpunkt der Berechnung vorliegenden Mengen könnten dadurch rechnerisch bis zu 175 Lkw-Fahrten entfallen. Bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 49 Litern je 100 Kilometer ergäbe sich – abhängig von der Entfernung zu den jeweiligen Anlagen – eine mögliche Einsparung von rund 21.800 bis 73.700 Litern Dieselkraftstoff.

Bei diesen Angaben handelt es sich um Hochrechnungen. Die tatsächlichen Ergebnisse hängen unter anderem von der behandelten Abfallmenge, der erreichten Volumenreduktion und den jeweiligen Transportentfernungen ab.

Regenwassernutzung am Standort Mönchengladbach

Große Gebäude wie unsere chemisch-physikalische Behandlungsanlage, Werkstätten, Verwaltungseinheiten und Labore verfügen über entsprechend große Dachflächen. Am Standort Mönchengladbach ist vorgesehen, Regenwasser von rund 1.550 Quadratmetern Dachfläche zu sammeln.

Das Regenwasser soll über einen Zwischenspeicher in einen 50 Kubikmeter großen Tank gepumpt werden. Anschließend kann es von unseren Tankfahrzeugen unter anderem für die Spülung von Kanälen, Ölabscheidern und Fettabscheidern genutzt werden. Dafür wird derzeit Brunnen- beziehungsweise Leitungswasser eingesetzt.

Auf Grundlage einer angenommenen durchschnittlichen Regenmenge von rund 600 Litern je Quadratmeter könnten rechnerisch bis zu 1.000 Kubikmeter Brunnen- oder Leitungswasser pro Jahr durch Regenwasser ersetzt werden.

Behandlung von Speiseresten und Bioabfällen

An unserem Standort Düsseldorf betreiben wir eine Entpackungsanlage für geeignete verpackte und unverpackte Speisereste sowie Bioabfälle. Die Anlage trennt organische Bestandteile von Verpackungsmaterialien und zerkleinert die organische Fraktion für die weitere Behandlung.

Für die Sammlung stehen unterschiedliche Behälter zur Verfügung:

  • 120- oder 240-Liter-Behälter für kleinere Mengen,
  • stapelbare 560-Liter-Paloxen sowie
  • Container mit einem Volumen von bis zu 40 Kubikmetern für größere Mengen.

Verarbeitet werden können geeignete Restprodukte aus Supermärkten, Gastronomie, Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft. Dazu gehören beispielsweise flüssige Lebensmittel in Verbundverpackungen, verpacktes Gemüse und Lebensmittel in Glas- oder Metallbehältern sowie unverpackte organische Reststoffe.

Weitere Beispiele sind Kartoffeln, Rückstände aus der Verarbeitung von Gemüse sowie geeignete Reste aus Bäckereien und Restaurants. Ob ein Material angenommen und verarbeitet werden kann, hängt von seiner Zusammensetzung, Verpackung und möglichen Störstoffen ab.

Die Entpackungsanlage bereitet die organische Fraktion für eine anschließende Behandlung auf. Diese kann abhängig von ihrer Beschaffenheit beispielsweise in einer Biogasanlage eingesetzt werden. Die abgetrennten Verpackungsmaterialien werden entsprechend ihrer Zusammensetzung weiteren Verwertungs- oder Entsorgungswegen zugeführt.

Abfallmanagement im Forum Duisburg

80 Geschäfte. 57.000 m² Fläche. Kund:innen aus Duisburg, dem Ruhrgebiet, vom Niederrhein und aus den Niederlanden. Durchschnittlich 30.000 bis 40.000 Besucher:innen täglich. Das sind die sichtbaren Fakten des Forum Duisburg, des Zentrums mit bekannten Marken wie Karstadt, Saturn, C&A, Mayersche Buchhandlung, H&M, dm-drogerie markt, New Yorker, Pohland Herrenmoden, Roland, Apollo Optik, WMF, S.Oliver, Douglas, Esprit, GameStop, McPaper, Dismer, The Sting und anderen. 2010 wurde das Einkaufszentrum vom International Council of Shopping Centers zum besten Einzelhandelszentrum Europas in der Kategorie „Groß“ gekürt. Der ausgezeichnete Servicegedanke zeigt sich unter anderem in einer eigenen Kita, die neben zwei festen Gruppen auch eine kostenlose Betreuung für die Kinder der Kund:innen anbietet.

Was man nicht direkt sieht, das ist das ausgeklügelte Entsorgungskonzept für die vielen Geschäfte, Stores, Cateringangebote und Serviceleistungen. Dabei stellt sich die Frage: Wie kann man die vielen unterschiedlichen Abfallarten sortenrein und damit nachhaltig trennen und gleichzeitig eine faire Abrechnung der dabei für alle entstehenden Kosten garantieren? Die innovative Lösung lautet „Schönmackers Wiegekarte“.

Jedes Geschäft erhält eine eigene Wiegekarte. Damit kann der Geschäftspächter dreimal am Tag zu festgelegten Zeiten seinen Abfall an einer Wiegestation entsorgen. Steht der Rollwagen mit den Abfall- und Wertstoffen an der Station, wird die Wiegekarte mit den Daten von Kund:innen/-Pächter:innen an ein Lesegerät gehalten, die vorsortierten Abfälle werden dann von einem Schönmackers Mitarbeiter vor Ort den jeweiligen Abfallklassen zugewiesen und einzeln verwogen. Nach der Eingabe aller Abfälle kommt eine Art Kassenbon mit den Gewichten der Abfälle aus dem Schaltpult – die Abfälle werden – teils platz- und kostensparend verpresst – in Müllgroßbehältern und Foliensäcken entsorgt.

Der Vorteil für die Geschäfte liegt auf der Hand: Kilogrammgenaue, kostengünstige Abrechnung. Und auch der Umweltschutz gewinnt durch die Sortierung vor Ort. Mit der Hilfe unserer Kund:innen beziehungsweise Pächter:innen und Mitarbeiter:innen ist es möglich ,den Abfall sortenrein wiederzuverwerten und anhand der erstellten Jahresbilanzen ein gesetzeskonformes, optimiertes Abfallmanagement durchzuführen.

Praxis trifft Ideen!

Praxis: Der extrakleine Großbehälter

In Küchen, Kantinen und Cateringbereichen steht häufig nur begrenzter Platz zur Verfügung. Für solche Einsatzbereiche bietet Schönmackers verschiedene kompakte Müllgroßbehälter an.

Der 0,77 Kubikmeter große Vierradbehälter passt aufgrund seiner Abmessungen durch viele gängige Türen. Eine größere Ausführung verfügt über ein Volumen von 1,7 Kubikmetern und eine Nutzlast von bis zu 750 Kilogramm. Für den stationären Einsatz steht außerdem ein Behälter mit einem Volumen von 6 Kubikmetern und einer möglichen Nutzlast von bis zu 1.500 Kilogramm zur Verfügung.

Die Behälter verfügen über Kunststoffdeckel und können abgeschlossen werden. Sie eignen sich für schüttbare, nicht sperrige Abfälle und Wertstoffe wie Papier, Pappe, Kartonagen, Folien oder Wertstoffgemische. Welche Ausführung geeignet ist, hängt von Abfallart, Menge und Einsatzort ab.

Photovoltaikanlagen

Am Standort Goch ist eine Photovoltaikanlage mit 1.620 Modulen installiert. Ihre prognostizierte Jahreserzeugung beträgt rund 490.000 Kilowattstunden. Nach aktueller Berechnung sollen mehr als 90 Prozent des erzeugten Stroms direkt im Kompostwerk genutzt werden. Dies entspräche rund 20 Prozent des dortigen Stromverbrauchs.

Am Standort Düsseldorf ist eine weitere Photovoltaikanlage in Betrieb. Sie erzeugte im Jahr [Jahr] rund 12,67 Megawattstunden Strom.

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